Ratgeber

Werksbescheinigung 2.1 und Werkszeugnis 2.2

Die einfachen Prüfbescheinigungen nach EN 10204

Begriff erklärt

Die einfachen Prüfbescheinigungen nach EN 10204

Eine Werksbescheinigung 2.1 ist die einfachste Prüfbescheinigung nach EN 10204: Der Hersteller bestätigt, dass die gelieferten Teile der Bestellung entsprechen, ohne Prüfergebnisse zu nennen. Ein Werkszeugnis 2.2 geht einen Schritt weiter: Der Hersteller bestätigt die Übereinstimmung und nennt Prüfergebnisse, die aus nicht spezifischer Prüfung stammen, also aus laufenden Prüfungen der Fertigung, nicht zwingend an der gelieferten Charge. Beide Bescheinigungen stellt der Hersteller selbst aus, ohne Beteiligung eines von der Fertigung unabhängigen Prüfers.

Offene Randack Kiste mit Folie und Luftpolster

Wann reicht ein Werkszeugnis?

Für Normteile und Verbindungen ohne Sicherheitsrelevanz, bei denen der Besteller nur die Übereinstimmung mit Norm und Bestellung braucht. Sobald eine Spezifikation Kennwerte für genau die gelieferte Charge verlangt, ist das Abnahmeprüfzeugnis 3.1 der richtige Nachweis; verlangt sie eine unabhängige Bezeugung, das Abnahmeprüfzeugnis 3.2.

Wie RS Randack es handhabt

RS Randack liefert alle vier Bescheinigungsarten nach EN 10204. In der Praxis verlangen die Anfragen an RS Randack fast immer ein Zeugnis 3.1 oder 3.2, weil Sonderschrauben nach Zeichnung in der Regel für abnahmepflichtige Anlagen bestimmt sind. Die Werte für das Werkszeugnis stammen aus dem eigenen Werkstofflabor; die Rückverfolgbarkeit bis zur Schmelze besteht in jedem Fall, auch wenn nur ein Zeugnis 2.2 bestellt wird.

Was Sie angeben sollten

Die gewünschte Bescheinigungsart nach EN 10204 und die Norm, nach der geprüft werden soll. Im Zweifel empfehlen wir das Zeugnis 3.1, das mit geringem Mehraufwand die Werte der gelieferten Charge belegt.

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