Ratgeber
Härteprüfung nach Brinell, Vickers und Rockwell
Der schnelle Nachweis des Vergütungszustands je Charge
Begriff erklärt
Der schnelle Nachweis des Vergütungszustands je Charge
Die Härteprüfung misst den Widerstand eines Werkstoffs gegen das Eindringen eines Prüfkörpers. Nach Brinell drückt eine Hartmetallkugel in die Oberfläche, nach Vickers eine Diamantpyramide, nach Rockwell ein Kegel oder eine Kugel; aus Eindruckgröße oder Eindringtiefe ergibt sich der Härtewert in HBW, HV oder HRC. Für Schrauben ist die Härte der schnellste Nachweis, dass die Wärmebehandlung den gewünschten Zustand erreicht hat, denn Härte und Zugfestigkeit hängen bei Vergütungsstählen eng zusammen.
Härte und Festigkeitsklasse
Jede Festigkeitsklasse nach ISO 898-1 hat einen Härtebereich, für 10.9 zum Beispiel rund 320 bis 380 HV. Auf dem Werkstattauftrag von RS Randack steht der Härtebereich der geforderten Festigkeitsklasse als Vorgabe. Liegt der gemessene Wert außerhalb, läuft das Los nicht weiter. Härte allein ersetzt aber keinen Zugversuch: Sie sagt nichts über Dehnung und Zähigkeit.
Wie RS Randack prüft
Vier Härteprüfgeräte für Brinell, Vickers und Rockwell, wöchentlich mit Vergleichsplatten geprüft und jährlich kalibriert. Geprüft wird am Wareneingang bei vergütet angeliefertem Material, nach dem Vergüten je Charge am Probestab oder am Teil und bei Bedarf als Härteverlauf über den Querschnitt, der die Durchvergütung großer Durchmesser belegt. Werte nahe der Grenze gehen zusätzlich an die Qualitätssicherung. Die Ergebnisse stehen im Zeugnis 3.1 oder 3.2.
Härte an Muttern und beschichteten Teilen
Muttern werden nach ISO 898-2 auf Härte geprüft, beschichtete Teile vor der Beschichtung oder am entschichteten Prüfort, weil die Schicht den Eindruck verfälschen würde.
Vergütete Schrauben mit Härtenachweis anfragen
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