Ratgeber

AD 2000 Merkblatt W0: Werkstoffhersteller für Druckgeräte

Was die Begutachtung nach AD 2000 W0 für Schrauben an Druckgeräten bedeutet

Begriff erklärt

Was die Begutachtung nach AD 2000 W0 für Schrauben an Druckgeräten bedeutet

Das AD 2000 Regelwerk ist die deutsche Sammlung technischer Regeln für Druckbehälter und Druckgeräte, herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft Druckbehälter. Die Merkblätter der Reihe W behandeln die Werkstoffe: W0 legt fest, welche Anforderungen ein Werkstoffhersteller erfüllen muss, W7 regelt Schrauben und Muttern aus ferritischen und austenitischen Stählen. Wer Schrauben für ein Druckgerät nach AD 2000 liefern will, muss deshalb als Werkstoffhersteller nach W0 begutachtet sein und seine Teile nach W7 prüfen und bescheinigen.

Abnahmeprüfzeugnis 3.2 mit Stehbolzen

Was die Begutachtung nach W0 umfasst

Eine benannte Stelle begutachtet den Betrieb: Qualitätssicherung und Organisation, Rückverfolgbarkeit vom Stangenmaterial bis zum Zeugnis, Prüfeinrichtungen und ihre Kalibrierung, die Qualifikation des Prüfpersonals, die Unabhängigkeit der Prüfaufsicht von der Fertigung und die Zeugnisse nach EN 10204. RS Randack ist durch den TÜV NORD als Werkstoffhersteller nach AD 2000 W0 und nach EN 764-5 begutachtet; EN 764-5 ist die europäische Entsprechung für Werkstoffhersteller unter der Druckgeräterichtlinie. Die Begutachtung gilt ausdrücklich auch als Grundlage für den britischen Markt nach den Pressure Equipment Safety Regulations. Die Urkunde liegt im Downloadbereich.

Was W7 für Ihre Schrauben bedeutet

Schrauben und Muttern nach W7 werden aus Werkstoffen mit Werkstoffblatt gefertigt, zum Beispiel 21CrMoV5-7, 40CrMoV4-6, 42CrMo4 oder X22CrMoV12-1, und je Los mit Zugversuch, Härte und Kerbschlagarbeit geprüft; bei Einsatz über 300 °C kommt die Warmstreckgrenze hinzu. Abnahme und Zeugnis 3.1 oder 3.2 richten sich nach dem Merkblatt und nach den Vorgaben des Druckgeräteherstellers. RS Randack hält Vormaterial aus zugelassenen Werken vor, prüft im eigenen Werkstofflabor und führt Abnahmen mit den Abnahmegesellschaften im Haus durch.

Was Sie angeben sollten

Das Regelwerk des Druckgeräts (AD 2000, Druckgeräterichtlinie, beides), Auslegungstemperatur und Druck, Werkstoff und Werkstoffblatt, Zeugnisart und Abnahmegesellschaft. Dann liegt die Prüffolge schon mit dem Angebot fest.

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