Ratgeber

Nickelbasislegierungen für Schrauben

Wenn Stahl nicht mehr reicht: Hitze, Chemie und Tiefsttemperatur

Begriff erklärt

Wenn Stahl nicht mehr reicht: Hitze, Chemie und Tiefsttemperatur

Nickelbasislegierungen sind Werkstoffe mit Nickel als Hauptbestandteil und Zusätzen von Chrom, Molybdän, Niob, Titan und Aluminium. Je nach Legierung sind sie hitzebeständig bis über 700 °C, beständig gegen Säuren und Chloride oder zäh bis zur Temperatur flüssiger Gase. Bekannte Handelsnamen sind Inconel, Nimonic und Hastelloy, genormte Bezeichnungen zum Beispiel Alloy 718 (2.4668) oder Alloy 625 (2.4856). RS Randack fertigt daraus Schrauben, Bolzen, Stiftschrauben und Muttern nach Zeichnung.

CNC Drehzentrum mit Arbeitsplatz in der Dreherei

Wo sie eingesetzt werden

Gasturbinen und Abgasanlagen, Hochtemperaturarmaturen, Chemie und Petrochemie mit aggressiven Medien, Offshore und Seewasser, Kältetechnik und Kryoanlagen, in denen Werkstoffe bei minus 196 °C zäh bleiben müssen.

Was in der Fertigung zählt

Nickelbasislegierungen sind teuer, schwer zerspanbar und verfestigen stark. Erstteile werden deshalb mit Bedacht gefahren, Schnittwerte und Werkzeuge sind auf den Werkstoff abgestimmt, Gewinde werden gerollt, soweit die Festigkeit es zulässt. Aushärtbare Legierungen wie Alloy 718 erhalten nach dem Lösungsglühen eine Aushärtung, die RS Randack über qualifizierte Partner führen lässt und im eigenen Labor nachweist. Die Rissprüfung erfolgt mit Farbeindringverfahren, die Kerbschlagarbeit bei minus 196 °C über ein akkreditiertes Partnerlabor.

Was Sie angeben sollten

Legierung mit Werkstoffnummer oder UNS Nummer, Lieferzustand, Einsatztemperatur und Medium, Prüfungen und Zeugnisart. Weil das Vormaterial lange Lieferzeiten haben kann, lohnt die frühe Anfrage.

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