Ratgeber
Werkstoffnummer und Kurzname
1.7225, 42CrMo4, B7, UNS: wie ein Stahl eindeutig benannt wird
Begriff erklärt
1.7225, 42CrMo4, B7, UNS: wie ein Stahl eindeutig benannt wird
Die Werkstoffnummer ist die eindeutige Nummer eines Stahls nach EN 10027-2, zum Beispiel 1.7225. Die erste Ziffer steht für Stahl, die beiden folgenden für die Stahlgruppe, die letzten beiden zählen durch: 1.72 für Chrom-Molybdän-Stähle, 1.65 für Nickel-Chrom-Molybdän-Stähle, 1.45 für nichtrostende Stähle, 2.4 für Nickellegierungen, 3.7 für Titan. Der Kurzname nach EN 10027-1 beschreibt dagegen die Zusammensetzung: 42CrMo4 bedeutet 0,42 Prozent Kohlenstoff, Chrom und Molybdän als Legierungselemente, Chromgehalt rund 1 Prozent. Beide Bezeichnungen meinen denselben Stahl.
Amerikanische und andere Bezeichnungen
ASTM und ASME bezeichnen nicht den Stahl, sondern die Güte des fertigen Verbindungselements: B7 nach ASTM A193 ist ein vergüteter Chrom-Molybdän-Stahl vom Typ 42CrMo4 mit festgelegten Werten, L7 nach ASTM A320 derselbe Stahltyp mit Tieftemperaturnachweis. UNS Nummern wie S31803 (Duplex 1.4462) oder N07718 (Alloy 718) benennen Werkstoffe international. AISI 4140 ist die amerikanische Entsprechung zu 42CrMo4.
Warum RS Randack beides braucht
Eine Zeichnung mit „10.9“ ohne Werkstoff lässt die Werkstoffwahl offen; eine Zeichnung mit „1.7225“ ohne Festigkeitsklasse lässt die Wärmebehandlung offen. Am besten stehen beide Angaben in der Anfrage, dazu die Prüfnorm. Steht nur eine Angabe, schlägt RS Randack die passende Ergänzung vor und nennt sie im Angebot. Die Kennzeichnung auf dem Teil trägt später den Werkstoff in Kurzform, zum Beispiel RS 6580 mit Charge.
Zeichnungsteil mit Werkstoffangabe anfragen
Bei Eile erhalten Sie innerhalb weniger Stunden eine Antwort.