Ratgeber

Farbeindringprüfung (PT)

Rissprüfung für nichtrostende Stähle, Duplex, Nickelbasis und Titan

Begriff erklärt

Rissprüfung für nichtrostende Stähle, Duplex, Nickelbasis und Titan

Die Farbeindringprüfung, kurz PT, macht Risse und Poren sichtbar, die zur Oberfläche hin offen sind. Ein rotes oder fluoreszierendes Eindringmittel wird auf die gereinigte Oberfläche aufgebracht und dringt durch Kapillarwirkung in die Fehler ein. Nach der Zwischenreinigung zieht ein weißer Entwickler das Mittel wieder heraus; die Anzeige erscheint vergrößert als rote Linie auf weißem Grund. RS Randack prüft nach ISO 3452-1 bei Raumtemperatur im eigenen Haus.

Stehbolzen und Muttern mit weißem Entwickler bei der Farbeindringprüfung

Wann die Farbeindringprüfung die richtige Wahl ist

Immer dann, wenn der Werkstoff nicht magnetisierbar ist: austenitische nichtrostende Stähle wie 1.4571, Duplex 1.4462, Nickelbasislegierungen, Titan und Aluminium. Bei ferromagnetischen Stählen ist die Magnetpulverprüfung empfindlicher und schneller. Beide Verfahren zeigen nur Fehler an der Oberfläche; innere Fehler werden mit Ultraschall gesucht.

Ablauf bei RS Randack

Reinigen, Eindringmittel auftragen, Einwirkzeit abwarten, Zwischenreinigung, Entwickler auftragen, Bewertung nach der vereinbarten Norm durch Prüfer nach ISO 9712 Stufe 2, Protokoll. Geprüft wird nach dem Gewinderollen und vor einer Beschichtung, bei sicherheitsrelevanten Teilen an 100 Prozent des Loses, sonst nach Prüfplan.

Was Sie angeben sollten

Prüfumfang, Prüfnorm und Zulässigkeitsgrenzen, besondere Forderungen wie halogen- und schwefelarme Prüfmittel für nichtrostende Stähle und Nickellegierungen in Kerntechnik oder Chemie, und ob das Protokoll dem Zeugnis beigelegt werden soll.

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