Ratgeber
Schleifen: Passsitze und Oberflächen im Hundertstelbereich
Wann ein Drehteil geschliffen werden muss und was dabei erreicht wird
Begriff erklärt
Wann ein Drehteil geschliffen werden muss und was dabei erreicht wird
Schleifen ist Feinbearbeitung mit einer rotierenden Schleifscheibe. Es kommt nach dem Drehen und nach dem Vergüten und erreicht, was das Drehen allein nicht schafft: Toleranzen im Hundertstelbereich wie k6 oder js6, Rauheiten unter Ra 0,8 und Rundheit und Zylinderform auch an gehärteten Teilen. Bei Schrauben und Bolzen betrifft das vor allem Passschäfte von Passschrauben, Zentrierbunde, Dehnschäfte mit Vorgaben zur Oberfläche, Lagersitze an Bolzen und Dichtflächen.
Drehen oder Schleifen
Gedreht erreicht RS Randack Oberflächen bis Ra 1,6 und Toleranzen bis IT7; das genügt für die meisten Zeichnungsteile. Schleifen ist nötig, wenn die Zeichnung engere Werte fordert, wenn der Werkstoff nach dem Vergüten zu hart für das Fertigdrehen ist oder wenn Form- und Lagetoleranzen wie Rundlauf unter wenigen Hundertstel liegen. Weil Schleifen Zeit und Kosten bedeutet, lohnt der Blick auf die Zeichnung: Oft reicht Drehen, wo aus Gewohnheit geschliffen steht.
Wie RS Randack schleift
Rundschleifen im Haus für Durchmesser üblich bis 40 mm und Längen bis 120 mm, darüber bei qualifizierten Partnern mit Prüfung nach der Rückkehr. Das Schleifaufmaß wird beim Drehen eingeplant, die Reihenfolge der Arbeitsgänge im Werkstattauftrag festgelegt: Vergüten, Drehen, Schleifen, dann Gewinderollen, damit Passsitz und Gewinde zueinander fluchten. Maße und Rauheit werden gemessen und auf Wunsch protokolliert.
Was Sie angeben sollten
Toleranz und Rauheit der zu schleifenden Flächen, Rundlauf zu welcher Bezugsachse, Werkstoff und Härte, ob ein Messprotokoll gewünscht ist.
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