Ratgeber

Zinklamellenbeschichtung nach ISO 10683

Der Korrosionsschutz für hochfeste Schrauben ohne Wasserstoffversprödung

Begriff erklärt

Der Korrosionsschutz für hochfeste Schrauben ohne Wasserstoffversprödung

Eine Zinklamellenbeschichtung besteht aus vielen hauchdünnen Zink- und Aluminiumplättchen, die in einer anorganischen Bindemittelmatrix übereinander liegen wie Dachziegel. Die Beschichtung wird als Dispersion durch Tauchen und Schleudern oder Spritzen aufgetragen und bei etwa 200 bis 300 °C eingebrannt. Es fließt kein Strom und es wird nicht gebeizt, deshalb nimmt der Stahl keinen Wasserstoff auf. Das macht die Zinklamelle zur Standardbeschichtung für hochfeste Schrauben in 10.9 und 12.9, bei denen galvanische Verzinkung wegen der Wasserstoffversprödung ausscheidet. Genormt ist sie in ISO 10683; in Anfragen begegnet sie meist unter den Markennamen der Beschichtungssysteme.

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Was die Kurzzeichen bedeuten

Ein Kurzzeichen wie flZn/nc/480h sagt: Zinklamelle, ohne Chrom VI, 480 Stunden ohne Grundmetallkorrosion im Salzsprühnebeltest. Varianten mit Deckschicht erreichen 720 oder 1.000 Stunden; Deckschichten stellen zugleich die Reibungszahl ein, meist in einem Fenster zwischen 0,09 und 0,14, und geben die Farbe, zum Beispiel Silber, Schwarz oder Blau. Die Schichtdicke liegt üblich zwischen 8 und 15 µm und ist damit so gering, dass Normgewinde 6g meist lehrenhaltig bleiben; bei Feingewinden und engen Toleranzen wird die Zugabe eingeplant.

Vorteile und Grenzen

Hoher Korrosionsschutz bei dünner Schicht, keine Wasserstoffversprödung, kathodischer Schutz durch Zink, definierte Reibungszahl für die Montage mit Drehmoment. Grenzen: Die Schicht ist weniger abriebfest als Zink, nicht für Dauertemperaturen über etwa 300 °C geeignet und bei Gewindegrund und Innensechskant auf gleichmäßigen Auftrag angewiesen; Innengewinde von Muttern werden passend beschichtet oder mit Übermaß geschnitten.

Wie RS Randack vorgeht

Zinklamelle wird bei Partnerbetrieben aufgebracht, die nach ISO 9001 arbeiten und für die gängigen Systeme freigegeben sind; Teile werden vor dem Versand zum Beschichter kontrolliert und nach der Rückkehr auf Aussehen, Schichtdicke und Lehrenhaltigkeit geprüft. Die Kennzeichnung wird vorher tief genug geprägt. Auf Wunsch liefert RS Randack das Beschichtungszertifikat des Partners mit dem Zeugnis.

Was Sie angeben sollten

System oder Kurzzeichen nach ISO 10683, geforderte Stunden im Salzsprühnebel, Reibungszahlfenster und Farbe, ob Muttern mitbeschichtet werden, Toleranzklasse des Gewindes nach dem Beschichten.

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