Ratgeber

Materialprüfkarte und Wareneingangsprüfung

Wie Stangenmaterial bei RS Randack aufgenommen und freigegeben wird

Begriff erklärt

Wie Stangenmaterial bei RS Randack aufgenommen und freigegeben wird

Die Materialprüfkarte ist das Dokument, mit dem RS Randack einen Bund Stangenmaterial nach der Wareneingangsprüfung freigibt. Sie nennt Werkstoff, Abmessung, Schmelze und Charge, das zugehörige Werkszeugnis des Stahlwerks, die geprüften Merkmale und den Prüfer. Sie wird in der Vorgangsakte abgelegt. Gefertigt werden darf nur aus Material, dessen Prüfkartennummer auf dem Werkstattauftrag steht.

Bund aus Stahlstangen mit beschrifteten Stirnseiten im Materiallager

Was die Wareneingangsprüfung umfasst

  1. Abgleich von Lieferschein, Bestellung und Werkszeugnis; das Material bleibt gesperrt, bis die Prüfung abgeschlossen ist.
  2. Prüfung jeder Anlieferung auf Radioaktivität.
  3. Maßprüfung an mindestens einer Stange je Bund, um 90 Grad versetzt, und Sichtprüfung der Oberfläche.
  4. Verwechslungsprüfung mit dem Funkenspektrometer, wenn die Lieferung aus mehr als einem Bund besteht, an mindestens drei Stangen je Bund.
  5. Härteprüfung bei vergütet angeliefertem Material, Stückanalyse auf Kundenforderung.
  6. Kennzeichnung: Etikett je Bund, mindestens drei Stangen mit Schmelze beschriftet, Stirnseiten farbig markiert, getrennte Lagerung je Charge.

Warum das für Sie zählt

Jede spätere Prüfung und jedes Zeugnis hängen daran, dass am Anfang die richtige Schmelze erfasst wurde. Die Materialprüfkarte ist das erste Glied der Rückverfolgbarkeit, der Probestab und die Kennzeichnung der Teile sind die nächsten. Bei beigestelltem Material gilt derselbe Ablauf; das Werkszeugnis der Schmelze muss mitgeliefert werden.

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